Endlich ist er da: der superscharfe spitze Seitenschneider. Ich bin ganz begeistert wie gut sich damit arbeiten läßt. Er kommt auch in enge Maschen und ich habe ihn bis zur Drahtstärke 2,0mm beim Kupferkern und 0,5mm beim Edelstahldraht getestet.
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Komprimieren / Kalibrieren
Das Durchziehen gestrickter Ketten durch immer kleinere Öffnungen in einem Ziehholz oder Ziehbrett (das nicht unbedingt aus Holz sein muß) nennen Goldschmiede "kalibrieren". Lt Duden bedeutet es, ein Werkstück auf ein einheitliches Maß zu bringen.
Die Kette wird bei dem Vorgang auch komprimiert - sie wird im Umfang kleiner. Und sie wird glatt und flexibel, weil Unebenheiten nach innen gedrückt werden. Gleichzeitig wird sie länger: der reduzierte Umfang geht in die Länge über.
Eine Frage ist, wie weit man beim Kalibrieren geht. Wenn ein Kettenverschluß angebracht werden soll, orientiert man sich z.B. an seiner Größe. Ich kalibriere zweilagig gestrickte Ketten (10mm Stab, 6 Maschen, 0,5mm Draht) in der Regel nicht unter 6 mm (auch einlagige meist nicht stärker), weil sie locker und flexibel bleiben sollen. Man kann das natürlich weiter treiben. Die Erfahrung zeigt, daß selbst extrem kalibrierte Ketten immer noch eine gewisse Beweglichkeit aufweisen.
Ein Problem bei so stark kalibrierten Ketten ist allerdings, daß die Maschen dabei sehr lang und damit die Drahtansätze in die Masche hinein gezogen werden können - und das heißt: aus dem Inneren der Kette heraus. Sprich: es gibt außen Stacheln.
Wenn man also die Kette sehr stark kalibrieren will, sollte man die Ansätze länger lassen.
Ansonsten gilt wie immer: nach außen stehende Drahtenden mit einer Backe einer Rundzange nach innen drücken.
Die Kette wird bei dem Vorgang auch komprimiert - sie wird im Umfang kleiner. Und sie wird glatt und flexibel, weil Unebenheiten nach innen gedrückt werden. Gleichzeitig wird sie länger: der reduzierte Umfang geht in die Länge über.
Eine Frage ist, wie weit man beim Kalibrieren geht. Wenn ein Kettenverschluß angebracht werden soll, orientiert man sich z.B. an seiner Größe. Ich kalibriere zweilagig gestrickte Ketten (10mm Stab, 6 Maschen, 0,5mm Draht) in der Regel nicht unter 6 mm (auch einlagige meist nicht stärker), weil sie locker und flexibel bleiben sollen. Man kann das natürlich weiter treiben. Die Erfahrung zeigt, daß selbst extrem kalibrierte Ketten immer noch eine gewisse Beweglichkeit aufweisen.
Ein Problem bei so stark kalibrierten Ketten ist allerdings, daß die Maschen dabei sehr lang und damit die Drahtansätze in die Masche hinein gezogen werden können - und das heißt: aus dem Inneren der Kette heraus. Sprich: es gibt außen Stacheln.
Wenn man also die Kette sehr stark kalibrieren will, sollte man die Ansätze länger lassen.
Ansonsten gilt wie immer: nach außen stehende Drahtenden mit einer Backe einer Rundzange nach innen drücken.
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Einlagig, auf 6 mm kalibriert, die Kette bleibt locker und durchsichtig |
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| Einlagig, auf 4 mm kalibriert, die Kette wird fester und massiver |
Neues Zubehör
Endlich ist das Booklet da, mit einer neuen Anleitung für den nicht traditionellen Anfang mit einer Spule (unten in der Mitte), neuem Strickstab (rechts daneben) und Ziehbrett (schwarz, mit Öffnungen im Halb-Millimeter-Abstand
zwischen 4,5 und 15 mm).
Die Rillen im Strickstab erleichtern das Arbeiten sehr. Es geht einfach schneller, weil man leichter hinter den Maschen hindurch fädeln kann. Auf den dünneren Teil kann man die Spule für die Anfangsmaschen aufsetzen und auch dünne Ketten arbeiten.
zwischen 4,5 und 15 mm).
Die Rillen im Strickstab erleichtern das Arbeiten sehr. Es geht einfach schneller, weil man leichter hinter den Maschen hindurch fädeln kann. Auf den dünneren Teil kann man die Spule für die Anfangsmaschen aufsetzen und auch dünne Ketten arbeiten.
Zum Thema "Zange"
Vieles geht mit der Hand, aber manchmal muß man einfach eine Zange zur Hilfe nehmen. Je nach Qualität der Lackierung kann es sein, daß dabei Lack abgeht. Dagegen gibt es zwei Mittel: Die Zange mit Papierklebeband um die Backen "entschärfen" oder gleich eine mit Kunststoffbacken nehmen.
(Gibt es auch beim Zubehör (Link rechts))
(Gibt es auch beim Zubehör (Link rechts))
Einkleben - Nachtrag
Es gibt bei den 2-Komponenten-Klebern, die ja aus zwei Tuben heraus gemischt werden müssen, auch die Form der 2-Kammer-Spritze. Ist teurer, wirkt aber auf den ersten Blick ideal, weil ja eigentlich automatisch gleiche Mengen der beiden Komponenten heraus gedrückt werden.
Nach meiner Erfahrung passiert das jedoch zu oft nicht. Zum einen lassen sich Luftblasen in den Kammern nicht ganz vermeiden, zum anderen fließt auch ohne Druck der Kleber einfach aus den Spitzen und dabei kann es passieren (und mir passierte das zu oft), daß von der einen Komponente deutlich mehr heraus kam als von der anderen. Das läßt sich nicht ausgleichen, weil der Kolben ja immer in beide Kammern drückt.
Ich werde mich in Zukunft lieber wieder auf das Augenmaß verlassen.
Nach meiner Erfahrung passiert das jedoch zu oft nicht. Zum einen lassen sich Luftblasen in den Kammern nicht ganz vermeiden, zum anderen fließt auch ohne Druck der Kleber einfach aus den Spitzen und dabei kann es passieren (und mir passierte das zu oft), daß von der einen Komponente deutlich mehr heraus kam als von der anderen. Das läßt sich nicht ausgleichen, weil der Kolben ja immer in beide Kammern drückt.
Ich werde mich in Zukunft lieber wieder auf das Augenmaß verlassen.
Verschlüsse befestigen
Auch wenn ich Klemmverschlüsse befestige, die sich an Form und Größe der Kordel anpassen lassen, benutze ich immer auch noch einen Kleber, weil der glatte Draht doch heraus rutschen kann.
Nach Empfehlung eines Goldschmieds nehme ich einen 2-Komponenten Epoxitkleber von Uhu (UHU Plus Schnellfest). Er stinkt nach faulen Eiern und man sollte ihn nicht unbedingt auf die Haut und schon gar nicht in die Augen bekommen, aber er hat den Vorteil, daß er wirklich fest klebt, transparent ist und in sehr kurzer Zeit fest wird.
Der Kleber muß angemsicht werden, d.h. man gibt einen Tropfen oder einen kleinen Strang des Binders auf eine Unterlage und einen gleich großen Strang oder Tropfen aus der anderen Tube darauf oder daneben. Man mischt das Ganze mit einem Zahnstocher gut durch und kann dann das Kordelende in den Kleber tupfen und es in die Kordelkappe stecken.
Man hat ca 5 Minuten Zeit für die Verarbeitung, dann wird die Mischung zäh und läßt sich nicht mehr benutzen.
Man sollte schon bei der Vorbereitung darauf achten, daß man nicht zu viel Kleber ansetzt. Der erste Tropfen ist ja nur die Hälfte der Gesamtmenge Kleber.
Nach 20 Minuten soll "Handfestigkeit" erreicht sein und nach 72 Stunden Endfestigkeit.
Nachtrag: inzwischen ist es mir einmal passiert, daß ich mich mit den Teilmengen verschätzt habe. Der Kleber trocknete auch nach 1-2 Stunden nicht richtig. Die Zeit hat es dann aber gebracht. Am nächsten Tag war das Ganze fest.
Nach Empfehlung eines Goldschmieds nehme ich einen 2-Komponenten Epoxitkleber von Uhu (UHU Plus Schnellfest). Er stinkt nach faulen Eiern und man sollte ihn nicht unbedingt auf die Haut und schon gar nicht in die Augen bekommen, aber er hat den Vorteil, daß er wirklich fest klebt, transparent ist und in sehr kurzer Zeit fest wird.
Der Kleber muß angemsicht werden, d.h. man gibt einen Tropfen oder einen kleinen Strang des Binders auf eine Unterlage und einen gleich großen Strang oder Tropfen aus der anderen Tube darauf oder daneben. Man mischt das Ganze mit einem Zahnstocher gut durch und kann dann das Kordelende in den Kleber tupfen und es in die Kordelkappe stecken.
Man hat ca 5 Minuten Zeit für die Verarbeitung, dann wird die Mischung zäh und läßt sich nicht mehr benutzen.
Man sollte schon bei der Vorbereitung darauf achten, daß man nicht zu viel Kleber ansetzt. Der erste Tropfen ist ja nur die Hälfte der Gesamtmenge Kleber.
Nach 20 Minuten soll "Handfestigkeit" erreicht sein und nach 72 Stunden Endfestigkeit.
Nachtrag: inzwischen ist es mir einmal passiert, daß ich mich mit den Teilmengen verschätzt habe. Der Kleber trocknete auch nach 1-2 Stunden nicht richtig. Die Zeit hat es dann aber gebracht. Am nächsten Tag war das Ganze fest.
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